Nachhaltig ins nächste Firmenjahrhundert
Veröffentlicht am 17.02.2026
Im Juni feierte ABUS sein 100-jähriges Firmenjubiläum – eine Besonderheit in der heutigen schnelllebigen Wirtschaftswelt. Um über so viele Jahrzehnte am Markt bestehen zu können, bedarf es vorausschauenden Denkens und ressourcenschonender Ideen. Für die Bündelung nachhaltiger Ideen ist maßgeblich Lisa Behrens, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei ABUS, verantwortlich. Sie sorgt dafür, dass aus abstrakten Konzepten konkrete Handlungen werden, die das Unternehmen ins nächste Jahrhundert führen.
Wetter/Ruhr – August 2024 – Entspannt sitzt Lisa Behrens (34) in der neuen ABUS BISTRO LOUNGE, umgeben von scherzenden Kollegen. Vor ihnen auf dem Tisch lädt eine vom Küchenteam frisch zubereitete Gemüselasagne zum gemeinsamen Verweilen und Schlemmen ein. Trotz ihres vollen Kalenders sind solche Momente für die junge Herdeckerin unverzichtbar. „Ohne gute Pausen fehlt die Kraft für die zahlreichen Aufgaben. Außerdem kommen einem in den Pausen meistens die besten Ideen“, sagt sie und demonstriert damit nachhaltiges Denken im Kleinen – ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit.
Treibende Kraft für nachhaltige Ideen
Nach einer 45-minütigen Mittagspause, die auch einen Spaziergang rund um das Firmengelände einschließt, kehrt Behrens mit frischer Energie ins Büro zurück. Seit über zehn Jahren ist sie nun im Unternehmen tätig und hat sich sukzessive weiterentwickelt – bis zur Abteilungsleiterin für Mobile Sicherheit im Bereich des Marketing-Managements. Neben dieser anspruchsvollen Rolle fungiert sie zusätzlich als Nachhaltigkeitsbeauftragte bei ABUS.
Vor rund drei Jahren gründeten wir aus der Initiative einiger Kollegen heraus ein interdisziplinäres Nachhaltigkeitsteam“, erklärt Behrens. „Nachhaltiges Handeln war zwar schon seit jeher in den Unternehmenswerten von ABUS verankert und auch ein wichtiges Anliegen der Geschäftsführung, doch merkten wir rasch, dass es innerhalb des Mitarbeiterstabs ein eigenes Team braucht, das die Aktivitäten in diesem Bereich stärker bündelt. Nun darf ich diese Fachgruppe leiten und dieses komplexe Thema in alle Abteilungen tragen.“
Mitarbeiterbeteiligung und neue Initiativen bei ABUS
Als ihre Hauptaufgabe sieht sie es, die Belegschaft aktiv in das Ideenmanagement einzubinden und diverse Vorschläge in konkrete Handlungen zu übersetzen. Darüber hinaus begleitet sie die Erfüllung der vorgeschriebenen Nachhaltigkeitsberichtspflicht. Ein Meilenstein konnte mit der Einführung von Nachhaltigkeitstagen im Unternehmen erreicht werden. Erstmals wurde im Jahr 2023 solch ein Event für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem ABUS Campus in Wetter/Ruhr durchgeführt, weitere Standorte folgten darauf – alle mit dem Ziel, die Belegschaft über Maßnahmen zu informieren und gleichzeitig für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Dabei bekamen die Kolleginnen und Kollegen aller Fachbereiche die Möglichkeit, ihre Anregungen, wie ABUS nachhaltiger werden könnte, einzubringen. „Über alle Standorte hinweg sind innerhalb eines Jahres 303 Ideen eingegangen“, zeigt sich Behrens über die rege Beteiligung erfreut. „Diese haben wir sortiert, geclustert und priorisiert. Einige dieser Ideen wie z. B. einen überdachten Fahrradparkplatz setzten wir nun nach und nach um.“
Dreidimensionale Nachhaltigkeitsstrategie
Betrachtet man die Projekte, die ABUS unter ihrem Nachhaltigkeitsslogan „For future generations“ auflistet, fällt auf, dass sie sich nicht allein auf die ökologische Dimension beziehen, sondern ebenso Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung berücksichtigen. Diese integrative Herangehensweise stellt sicher, dass Vertreter des Unternehmens neben dem Umweltschutz ebenso soziale Gerechtigkeit fördern und wirtschaftliche Stabilität gewährleisten.
Auf die Frage, was das Ziel aller umgesetzten Nachhaltigkeitsmaßnahmen sei, antwortet Behrens: „Wir möchten zukünftigen Generationen einen Weg in eine möglichst abgesicherte und unbeschwerte Zukunft ebnen und dafür braucht es ganzheitlich gedachte Maßnahmen.“ Um dies zu erreichen, hat ABUS diverse Projekte ins Leben gerufen und erfolgreich umgesetzt. So ziert seit 2023 eine 5.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage das Dach einer neu gebauten Werkshalle am Produktionsstandort in Rehe. An sonnigen Tagen produziert die Anlage an nur einem Tag ca. 1.500 kWh Strom – den durchschnittlichen Halbjahresverbrauch einer dreiköpfigen Familie.
ABUS setzt auf Mitarbeiterwohl und soziale Verantwortung
Nicht nur die Umwelt liegt den Entscheidungsträgern am Herzen. Auch die Mitarbeiter vor Ort sollen es gut haben, weshalb an diversen Standorten zahlreiche Sportplätze für den körperlichen Ausgleich in der Pause und nach der Arbeit zur Verfügung stehen. Mehrmals wöchentlich trainieren dort Kollegen über alle Abteilungen hinweg auf dem Beachvolleyballfeld, kicken den Ball auf dem Fußballcourt oder powern sich im Fitnesscenter aus. Für den gesunden Snack zwischendurch können sie sich dann an den kostenlosen Obstkörben von Fruitful Office bedienen.
Das Engagement für den Nächsten endet jedoch nicht bei den eigenen Mitarbeitern, sondern geht darüber hinaus. „Mehrmals jährlich organisieren wir in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz große Blutspendeaktionen an diversen Niederlassungen. Dabei können Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit Blut spenden und werden nebenbei noch kulinarisch versorgt“, erläutert Lisa Behrens die Maßnahme. Die Unterstützung von Para-Athleten, der Benefizradtour „Tour der Hoffnung“ zugunsten krebskranker Kinder und der Stiftung „savemybrain“, die sich für die Prävention und Nachsorge von Kopfverletzungen einsetzt und im Berliner Krankenhaus Charité wertvolle Forschungsarbeit leistet, sind nur einige der vielen Beispiele für die soziale Ader des Familienunternehmens.
Erfolgsrezept: Verbannung von Kunststoffverpackungen
Über ein Projekt, das von Mitarbeitern selbst ins Leben gerufen und umgesetzt wurde, ist man besonders erfreut: „Vor einigen Jahren hatten wir beschlossen, sukzessive von Kunststoffverpackungen auf Kartonagen umzustellen. Dies war auch die Geburtsstunde unseres Nachhaltigkeitsteams“, erläutert Behrens.
Durch den Wegfall von Blistern bei allein schon einem einzigen Produkt, dem beliebten Fahrradschloss BORDO, spart ABUS jährlich 57 Tonnen Kunststoff ein. „Bedenkt man, dass es uns inzwischen gelungen ist, nicht nur bei einem Artikel, sondern bei ca. 90 Prozent unserer Produktpalette aus dem Bereich der Mobilen Sicherheit auf nachhaltigere Verpackungslösungen umzustellen, so zeigt dies unsere Fähigkeit, innovative und verantwortungsvolle Maßnahmen konsequent umzusetzen“, resümiert Meik Rütten, Abteilungsleiter des Verpackungsmanagements, mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.
Was im Bereich der Mobilen Sicherheit begann, hat ABUS nun auf die Sparte Haussicherheit ausgeweitet. Auch hier sollen Sichtverpackungen aus Kunststoff der Vergangenheit angehören und viele Tonnen Plastik dem Planeten erspart bleiben. Doch nicht nur bei der Verpackung setzt ABUS auf Nachhaltigkeit. Auch die Produkte selbst sind für ihre Langlebigkeit und Qualität über die Grenzen Deutschlands hinweg bekannt und beliebt.